 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Kritik des Antisemitismus Uli Krug: Ewiges Rätsel Auschwitz oder die Unfähigkeit den säkulären Zivilisationsschwund auf den Begriff zu bringen (1998) Der Wert nämlich erscheint rational und ist doch irrational zugleich: er ist "sinnlich-übersinnlich", in ihm können Selbsterhaltung und Vernichtung in eins fallen. Weil das den linken Alltagsverstand offensichtlich übersteigt und je schon überstieg, fiel und fällt der versammelten Linken auch nicht mehr ein, als den Bundespräsidenten bei ihren Festansprachen: Nationalsozialismus = Zivilisationsbruch. weiter lesen
Max Horkheimer / Theodor W. Adorno: Elemente des Antisemitismus oder die Grenzen der Aufklärung Nicht erst das antisemitische Ticket ist antisemitisch, sondern die Ticketmentalität überhaupt. Jene Wut auf die Differenz, die ihr teleologisch innewohnt, steht als Ressentiment der beherrschten Subjekte der Naturbeherrschung auf dem Sprung gegen die natürliche Minderheit, auch wo sie fürs erste die soziale bedrohen. Die gesellschaftlich verantwortliche Elite ist ohnehin weit schwieriger zu fixieren als andere Minderheiten. Im Nebel der Verhältnisse von Eigentum, Besitz, Verfügung und Management entzieht sie sich mit Erfolg der theoretischen Bestimmung. An der Ideologie der Rasse und der Wirklichkeit der Klasse erscheint gleichermaßen bloß noch die abstrakte Differenz gegen die Majorität. weiter lesen
Detlef Claussen: Vom Judenhass zum Antisemitismus Wiederholung bedeutet nicht Identität. Freilich gibt es einen Zusammenhang von traditionellem Judenhaß und modernem Antisemitismus. Beide, Judenhass und Antisemitismus, besitzen eine gemeinsame Substanz: Haß auf die nahen Fremden, die das Geheimnis des gesellschaftlich verweigerten Ersehnten kennen. Es gibt nur eine in der europäischen Geschichte identische Gruppe, auf die sich dieser Haß anwenden läßt: Das sind die Juden. weiter lesen
AStA München: Deutschland denken heißt Auschwitz denken - Reader zur Walser-Debatte Walser-Debatte, Geschichtsrevisionismus und Antisemitismus. Eine Dokumentation des AStA der Universität München. weiter lesen
Irene Lehmann: Die Neuentdeckung eines Nazidramas "Die Wölfe" Weil die Theatermacher in Erlangen aus der Geschichte gelernt haben, können sie heute, wenn vermeintlich Göbbels in Gestalt eines CNN-Reporters wiederkehrt, ähnlich wie Maria in den „Wölfen“ „zarte Opposition“ entwickeln und „Selbstbetrug, Hohlheit und Ignoranz“, kurz den Faschismus jedweder Kriegspropaganda „aufdecken“, denn ihre revisionistische Bestimmung gründet allein auf der in ihrer maßlosen Verallgemeinerung falschen Behauptung, daß durch Propaganda das Denken verkümmere und die Sprache verfalle. Seine Abscheu vor dem amerikanischen Krieg nötigt Stadelmaier ein Bekenntnis ab, das sich scheinbar gegen alle Vaterländer richtet: weiter lesen
Zu den antisemitischen Ausschreitungen am 31.01.04 in Hamburg Die mittlerweile in der Hamburger Linken durchgesetzte Sprachregelung, dass es sich beim Tragen der israelischen Fahne um eine “Provokation” handele, wird gestützt mit dem Verweis auf einen Beschluss, “keine Nationalstaatsfahnen” auf der Demo zu tragen.
Es zeichnet sich somit eine Diskussion um vermeintliche Regelverstöße und andere Demoformalitäten ab, die von der politischen Dimension dieser Übergriffe und daraus zu ziehenden Konsequenzen ablenkt. Im folgenden geht es darum thesenartig inhaltliche Mindeststandards zu benennen; es handelt sich hierbei um
Der Volltext der Erklärung zu den antisemitischen Ausschreitungen, in Hamburg am 31.01. 2004, findet sich auf unsere Sonderseite BASISBANALITAETEN.
Hier können sich auch UnterstützerInnen der Erklärung hinwenden.Die Liste der Unterstützerinnen wird regelmäßig aktualisiert (stand 04.03.04).
Zu den Ereignissen in Hamburg gibt es mittlerweile einige andere Stellungnahmen und Erklärungen verschiedener Gruppen sowie Berichte und diverse Artike, die wir an dieser Stelle dokumentieren wollen.
Erklärung der Gruppe Kritik & Praxis Berlin (kp-berlin)
Stellungnahme der so genannten Hamburger „Antifa Koordination“
Erklärung der Autonomen Antifa NordOst Berlin (AANO)
Erklärung der Antifaschistischen Aktion Nordfriesland (AAN)
Eine Kritik an der Demo - Antifa Gruppe im Prenzlauer Berg (AGIP)
Erklärung der Erfurter Gruppe Mila26
Erklärung der Redaktion BAHAMAS
Erklärung der Gruppe Rapidas
Artikel aus der Jungle World
Disko von Ralf Schroeder
"Wenn Deutsche kämpfen -
Antifademo in Hamburg"
von Ernst Winkler
"Eine Provokation und eine Erklärung"
von 'just in monday' aus Hamburg im McGuffin Kassiber S. 14. ff.
weiter lesen
Einäugige unter den Blinden - Replik auf ein Pamphlet des Plenums der "Roten Flora" im Hamburger Antisemitismusstreit *PDF.format Als am 31. Januar neben dem Transparent “Deutschland denken heißt Auschwitz denken” auch Israel-Fahnen unter “Mörder, Mörder”- und “Intifada”-Rufen in den Dreck getreten wurden, regierten zunächst die bekannten Appelle an die mannschaftliche Geschlossenheit, die kein Fußballtrainer besser als die deutsche Linke hinbekommt. Es sind, sprach der Trägerkreis der Anti-Nazi-Demo den Fahnenträgern ins Gewissen wie ihnen einst ihr Vertrauenslehrer, »wie bei jeder bündnispolitischen Aktivität Kompromisse unverzichtbar. Dies bedeutet, dass alle Beteiligten neben einem gemeinsamen Aufruf, einem gemeinsamen Plakat und gemeinsamen Veranstaltungen auch bei der Ausrichtung bzw. beim Konzept der Demonstration kompromissfähig sein müssen.« Und wer »dazu nicht in der Lage oder willens ist«, wenn er neben (oder hinter oder vor) einem gemeinsamen Plakat steht, der muss eben beiseite rücken, will er nicht als »Angriff auf eine antifaschistische Demonstration« gewertet werden; schließlich betreibt er oder sie, wie das entsprechende Zauberwort dann heißt, “Identitätspolitik” . Welch ein Segen es war, dass diese nicht zum Zuge kam, wird schlagend unter Beweis gestellt: »Um Ruhe in die Situation zu bringen« - denn Ruhe ist die erste Autonomenpflicht!
der kritisierte Text der "Roten Flora" findet sich hier
zur Hamburger Erklärung gegen Antisemitismus [HEGAL]
die BASISBANALITAETEN können hier abgerufen werden
weiter lesen
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Antifaschismus Wiglaf Droste: Mit Nazis reden Das Schicksal von Nazis ist mir komplett gleichgültig; ob sie hungern, frieren, bettnässen, schlecht träumen usw. geht mich nichts an. Was mich an ihnen interessiert, ist nur eins: daß man sie hindert, das zu tun, was sie eben tun, wenn man sie nicht hindert: die bedrohen und nach Möglichkeit umbringen, die nicht in ihre Zigarettenschachtelwelt passen. weiter lesen
Nach dem Alleinvertretungsanspruch... Interview zu Situation und Perspektiven antifaschistischer Politik mit Hamburger Antifaschisten im November 2000.
weiter lesen
Sören Pünjer: Vom Antifaschismus zum Anti Globalismus - Antifa als Alternativprojekt zur Massenbewegung Dennoch lebt der Mythos einer in Deutschland notwendigen und möglichen antifaschistischen Einheits- und Volksfront bis heute fort und bleibt die antifaschistische Aktionseinheit im Zweifelsfall auch den autonomen Antifas das Maß aller Dinge. Der in diesem Zusammenhang vielbeschworene „kleinste gemeinsame Nenner“ der Handlungsfähigkeit im Kampf gegen Nazis beruht jedoch auf einer verheerenden Geschichtsklitterung. Denn daß Volksfront und Aktionseinheit die Konsequenz aus dem Nationalsozialismus sein könne, ist historisch nicht nur nicht zu halten, sondern schlichtweg eine Lüge. weiter lesen
Sören Pünjer: Das Zentrum gegen Vertreibungen, ein antinationales Projekt Traditionelle antifaschistische Linke beschwören alte Zeiten, in denen sich, anders als in der unübersichtlich gewordenen Gegenwart, die Welt in „wir vom Widerstand“ und „die Herrschenden“ aufteilte. Das von den Herrschenden ausgehende Böse, so behaupten sie trotzig, habe sich im Grunde bis heute nicht geändert. Übersichtlich nach Sparten wie Militarismus, Chauvinismus, Revanchismus und was man an -Ismen sonst noch nicht mag katalogisiert, lagert das von Generationen des Widerstands angehäufte Wissen über die Herrschaft und braucht nur auf deren jüngste Schweinerei angewandt zu werden. Es verwundert also nicht, wenn sogenannten linksradikalen Kreisen zu dem breit und ausgiebig diskutierten Vorschlag des Bundes der Vertriebenen (BdV), ein „Zentrum gegen Vertreibungen“ zu errichten, nichts weiter einfällt, als den antifaschistischen Aktenschrank nach R wie Revanchismus abzusuchen, das entsprechende Schublädchen herauszuziehen und mit der darin aufbewahrten gut abgehangenen Kritik trotzig aufzuwarten. weiter lesen
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Ideologiekritik & Staatskritik Initiative Sozialistisches Forum Freiburg: Kritik der deutschen Ideologie Krieg den deutschen Zuständen!, forderte Karl Marx im Januar 1844, hundert Jahre vor der Wannseekonferenz. Indem Marx die Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie leistete und wenig später die Kritik der Deutschen Ideologie, bestimmte er das materialistische Denken als das Denken in der Form der Kritik, als Denken mithin, das, indem es sich selbstkritisch der Projektion des auf Logik erpichten Verstandes in seinen Gegenstand hinein verweigert, und das, indem es seiner naturwüchsigen Neigung zur Rationalisierung und Ersatzbildung widersteht, fähig wird, sich der Vernunft in der Geschichte zu vergewissern und sich so zum subversiven Organ dieser objektiven Vernunft zu machen. weiter lesen
Johannes Agnoli: Eine Situation des Bruchs [Interview mit Christoph Jünke] Was also überwunden werden soll, nenne ich den objektiven Zwangscharakter unserer Gesellschaft. Die Tatsache also, daß unser gesellschaftliches Leben bestimmt wird durch Strukturen, die einen Zwangscharakter haben. Diese Strukturen konkretisieren sich dann auf der politischen Organisationsebene als heutiger Staat. Was ja nicht immer der Fall war, denn der, Staat ist eine relativ moderne Erscheinung. weiter lesen
Wolfgang Pohrt: Anti-Amerikanismus & Anti-Imperialismus Um die Sache zu Ende zu bringen und den Kreis zu schließen: Die Entpolitisierung der Linken, die den Anti-Amerikanismus ausgelöst hat und von ihm verstärkt wurde, hat auch Leute, die sich als internationalistische Anti-Imperialisten fühlen, faktisch in hauptberufliche deutsche Staatsbürger zurückverwandelt. weiter lesen
Manfred Dahlmann: Einheit in Trennung - Thesen zum Kommunismus Werden wir aktuell: Notwendig ist der kollektive Kritiker: ein anderes Organisationsprinzip der Kritik, das Identifikation und Gegenidentifikation emanzipativ gegen die herrschenden Verhältnisse in Anschlag bringen könnte, kennen wir nicht. Wobei dieser kollektive Kritiker, um ihn etwas näher zu bestimmen, sich durchaus wie das Ich des Bürgers organisieren könnte: als Einheit in der Trennung. Und auf der Grundlage einer nicht infragezustellenden Vernunft und Wahrheit, die darin ihre Basis hat, daß jeder Mensch gleich frei geboren ist, und im Vollzug der beständigen Reflexion der Bedingungen, wo Ein- und Angriffsmöglichkeiten der Kritik liegen, die der Reaktion, besonders der im linken Gewande, das Handwerk legen. weiter lesen
Manfred Dahlmann: Die Arbeit der Kritik - Eine Annäherung an die Thesen Moishe Postones Marx stellte einmal lapidar fest, Waren könnten sich nicht selbst zu Markte tragen. Alle Welt schwärmt von den vielen angeblich fundamentalen Veränderungen, die die Gesellschaft in den vergangenen 200 bis 300 Jahren durchgemacht habe, oder verteufelt sie, was dasselbe ist; kaum jemand nimmt jedoch die Auswirkungen einer Involution ernst, die dazu geführt hat, fast nicht mehr zwischen Waren als physisch vorfindlichen, wenn auch mit »metaphysischen Mucken« versehenen Dingen und einem ihnen autonom gegenübertretenden, wenn auch längst warenförmig verdinglichten Bewusstsein unterscheiden zu können. weiter lesen
Krug/ Nele: Verstaatlichung der Arbeitskraft - Hartz IV Kontinuität deutscher Krisenbewältigung Das weiß in Deutschland nahezu jedes Kind: Die Amerikaner überziehen nicht nur mit Kriegen die Welt, sondern obendrein mit Eiseskälte. Roland Emmerichs Öko-Opus The Day After Tomorrow lieferte im Frühjahr nurmehr diesen deutschen Gewißheiten, was man unter „amerikanischen Verhältnissen“ zu verstehen habe, die plastischen Bilder einer schockgefrorenen Freiheitsstatue vor einer in Schneemassen versunkenen Handelsmetropole New York. Die Schuld daran trägt im Film ein nicht besonders fiktiv gezeichneter Präsident, der sowohl bei den öffentlichen Ausgaben zu sehr knausert als auch egoistische Interessen der heimischen Industrie über das Wohl des „Ökosystems“ stellt – eines, das leicht als ein gefährdetes „Soziosystem“ zu entschlüsseln ist. weiter lesen
Karl Marx: Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie - Einleitung Krieg den deutschen Zuständen! Allerdings! Sie stehn unter dem Niveau der Geschichte, sie sind unter aller Kritik, aber sie bleiben ein Gegenstand der Kritik, wie der Verbrecher, der unter dem Niveau der Humanität steht, ein Gegenstand des Scharfrichters bleibt. Mit ihnen im Kampf ist die Kritik keine Leidenschaft des Kopfs, sie ist der Kopf der Leidenschaft. Sie ist kein anatomisches Messer, sie ist eine Waffe. Ihr Gegenstand ist ihr Feind, den sie nicht widerlegen, sondern vernichten will. Denn der Geist jener Zustände ist widerlegt. An und für sich sind sie keine denkwürdigen Objekte, sondern ebenso verächtliche, als verachtete Existenzen. Die Kritik für sich bedarf nicht der Selbstverständigung mit diesem Gegenstand, denn sie ist mit ihm im reinen. Sie gibt sich nicht mehr als Selbstzweck, sondern nur noch als Mittel. Ihr wesentliches Pathos ist die Indignation, ihre wesentliche Arbeit die Denunziation. weiter lesen
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Sonstiges AutorInnenkollektiv "Durch die Wüste": Demonstration die hier gegebenen vorschläge erwecken sicherlich den eindruck, dass jede (gegen-)demonstration ein ereignis ist, nach dem du erstmal eine woche urlaub brauchst. das ist natürlich nicht so. trotzdem können demos, die zunächst völlig friedlich und locker verlaufen sind, plötzlich eine unerwartete wendung nehmen. deswegen schildern wir hier auch nicht, wie eine friedliche demo verläuft. hier soll es um die negativen varianten gehen. es ist einfach sinnvoll, sich im vorfeld einer demonstration mit allen eventualitäten auseinanderzusetzen. wenn alles locker verläuft, hast du ne schöne zeit gehabt. wenn nicht, bis du vorbereitet. weiter lesen
Rote Hilfe: Was tun wenn's brennt? Mit Festnahmen bei Demonstrationen und anderen Aktionen,
mit Beschlagnahme von Flugblättern, Zeitungen usw., mit Hausdurchsuchungen,
Strafbefehlen und Prozessen muss heute jede/r rechnen,
der/die aktiv politisch tätig ist, gegen Ausbeutung und Unterdrückung
kämpft, egal ob als AntifaschistIn, AKW-GegnerIn, AntimilitaristIn,
KommunistIn oder AnarchistIn.
Mit immer neuen Gesetzen wird selbst das Wenige, was der
kapitalistische Staat an Meinungsfreiheit, Organisationsfreiheit und
Demonstrationsrecht gewährt, ständig eingeschränkt. weiter lesen
Coole Kids tragen kein Pali-Tuch Das Palituch ist die Geschichte einer linksradikalen Verirrung oder eines Irrtums. Es ist Zeit, diesen Irrtum zu erkennen und in Zukunft einen Schal von H & M, C & A oder von Vati genäht zu tragen.
weiter lesen
|
 |
 |
 |
 |
|
 |
|
 |