Hamburg, den 17.07.2003
http://www.antifa-hamburg.com/
Presseerklärung
Wir haben heute die HVV- Hamburger Verkehrs Verbund Zentrale, Steinstraße 7,
besetzt. Wir protestieren mit dieser Aktion gegen den zu erwartenden Transport
norddeutscher Neonazis durch HVV-Sonderbusse und -bahnen. Seit Ende der
Neunziger ermöglicht der HVV so den reibungslosen Ablauf von Naziaufmärschen.
Nur der sichere An und Abtransport garantierte bisher den Nazis, dass sie
überhaupt in Hamburg marschieren konnten. In Hamburg, mit seinem hohen
migrantischen Bevölkerungsanteil, wäre es den „Herrenmenschen“ anders unmöglich,
ohne Konfrontation die Hamburger Innenstadt zu erreichen.
Während die Nazis kostenlos durch Hamburg kutschiert werden, dürfen die
Ärmsten der Armen bald einen saftigen Zuschlag zahlen. Die Behörde für Soziales
und Familie plant, das Sozialticket abzuschaffen. Diese Fahrkarte ermöglichte es
Sozialhilfeempfängern und Empfängerinnen bisher, für 15,50 Euro monatlich im
Großraum Hamburg beliebig viele Fahrten in U- und S-Bahnen zu
unternehmen.
So ergänzen sich die Politik des Senats und der Neonazis. Die einen behindern
durch ihre Kürzungen die Mobilität der Schwächsten, die anderen dürfen auf
Demonstrationen (zu welchen sie mit HVV Sonderbussen und Bahnen gefahren werden)
gnadenlos gegen, wie es im Jargon der Nazis heißt, „Asoziale“ und
„Sozialschmarotzer“ hetzen.
Wir fordern:
Kein weiterer Transport von Neonazis durch öffentliche
Verkehrsmittel!
Gratis-Tickets für Sozialhilfeempfänger und
Flüchtlinge!